News

Mehr Geld für berufliche Weiterbildung - Obergrenze für Bildungsscheck von 500 auf 2.000 Euro erhöht

Ab September erweitert das NRW-Arbeitsministerium das bewährte Bildungsscheck-Programm. Für zwei Jahre erhöht sich dann der Zuschuss für Fortbildungen zur Qualifikation von maximal 500 auf 2.000 Euro. Darauf macht die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland aufmerksam. „Die Möglichkeiten der Qualifizierung über das Instrument Bildungsscheck werden deutlich vielfältiger", begrüßen Geschäftsführerin Ursula Rode-Schäffer, und Professor Dr. Volker Verch, Vorsitzender des Lenkungskreises, die Maßnahme. Erklärtes Ziel des Landes Nordrhein-Westfalen ist es, auf diese Weise die Bemühungen zur Fachkräftesicherung zu intensivieren. Den Bildungsscheck können sowohl Beschäftigte individuell für ihre berufliche Weiterentwicklung nutzen als auch kleinere und mittlere Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten einsetzen, um geeignete Qualifizierungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf den Weg zu bringen. Finanziert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Broschüre Fachkräfte-Check

Das Bundesarbeitsministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag haben eine Broschüre Fachkräfte-Check verfasst.

Hauptschüler bleiben treu

Hauptschüler bleiben einem Bericht der Welt zufolge ihren Betrieben treu. Die Vodafone-Stiftung hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass sie zu Beginn eine deutlich intensivere Betreuung erfordern. Anstelle eines Blicks auf die Noten empfehlen die Wissenschaftler zwei Wochen Probearbeitszeit.

Toptalente kommen nur im Notfall nach Deutschland

Nach Deutschland kommen einem Bericht der Welt zufolge Toptalente nur im Notfall. Aus Südeuropa strömen Hochqualifizierte nach Deutschland. Sie haben keine andere Wahl. In Asien oder Amerika hat Deutschland bei Spezialisten dagegen einen schlechten Ruf. Bis Ende Juni wurden knapp 9000 Blue Cards ausgegeben. In 70 Prozent dieser Fälle waren die Personen allerdings bereits in Deutschland – oft als Studenten – und haben somit lediglich ihren Aufenthaltsstatus geändert.

Einstellung mit Berufsabschluss im Ausland

Die deutsche Wirtschaft zögert einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zufolge, Mitarbeiter einzustellen, die ihren Berufsabschluss im Ausland gemacht haben. Nicht einmal 10 Prozent der Unternehmen beschäftigen derzeit solche Fachkräfte. Dabei sind die Erfahrungen überwiegend positiv. Drei von vier Unternehmen bescheinigen ihren Mitarbeitern mit ausländischen Berufsabschlüssen ein genauso hohes Leistungspotenzial wie ihren Fachkräften mit deutschen Abschlüssen.

Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2013

Deutsche Unternehmen, bei denen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen hohen Stellenwert hat, sind wirtschaftlich erfolgreicher als jene, für die Familienfreundlichkeit eine geringere Rolle spielt. Das ist ein zentrales Ergebnis des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2013, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für das Bundesfamilienministerium erstellt hat. An der repräsentativen Befragung beteiligten sich 1.556 Unternehmen.

Relocation Service

Pilot-Projekt für ausländische Fachkräfte Seit Juli 2013 läuft im Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit der Stadt Magdeburg ein "Relocation Service" als Pilot-Projekt. Unternehmen aus der Wirtschaftsregion Magdeburg, die einen Fachkräftebedarf haben oder diesen absehbar erkennen, sollen durch das Projekt dabei unterstützt werden ausländische Fachkräfte zu finden. Darüber hinaus können auch Praktikantinnen und Praktikanten aus dem Ausland für einen begrenzten Zeitraum vermittelt und betreut werden. Die von den Magdeburger Unternehmen gesuchten Fachkräfte werden im Projekt dauerhaft begleitet und erhalten Unterstützung zu Fragen wie Wohnungssuche, Behördengänge, Berufsabschlussanerkennung, Sprachunterricht, Kindergarten, Schule, Kirche, Vereine, Kultur usw. Parallel hierzu können sich die Unternehmen einem interkulturellen Training unterziehen, um kulturelle Barrieren bei sich selbst zu erkennen und abzubauen. Diese doppelte Unterstützung soll helfen, sowohl die Betriebe als auch die ausländischen Fachkräfte im betrieblichen und gesellschaftlichen Alltag zu entlasten und den Integrationsprozess zu beschleunigen. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Willkommenskultur

Die Bundesrepublik zieht immer mehr internationale Fachkräfte an. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Unternehmen ungewöhnliche Wege gehen, um freie Stellen mit Fachkräften aus dem Ausland zu besetzen – und viel Wert auf eine Willkommenskultur legen. Ein großer Teil der deutschen Firmen – 37 Prozent – setzt dabei auf persönliche Geschäftskontakte im Ausland, weitere 31 Prozent rekrutieren über Online-Jobbörsen, zeigt der Qualifizierungsmonitor des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Wachstumsbremse

In Deutschland lebten im Mai 2011 insgesamt 80,2 Millionen Menschen – das sind rund 1,5 Millionen weniger als bislang gedacht. Besonders stark verschätzte sich die amtliche Statistik in der Zahl der Einwohner mit Migrationshintergrund. Sie ist um knapp 1 Millionen niedriger als bisher ausgewiesen. Ein Grund: Seit dem letzten Zensus 1987 sind mehr Menschen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt als angenommen. Dabei ist gerade die Attraktivität Deutschlands für qualifizierte Zuwanderer wichtig, um langfristig Wachstum und Wohlstand zu sichern.

Fachkräfte

Zuwanderer oft gebildeter als Einheimische. Menschen, die heute nach Deutschland ziehen, haben im Durchschnitt einen höheren Bildungsabschluss als Einheimische. Das ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt zudem, dass Zuwanderer besonders häufig über Qualifikationen in Engpassberufen verfügen.