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Arbeiten bis zum Rentenalter

Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente arbeiten können. Dagegen geben 47 Prozent an, dass sie es wahrscheinlich nicht bis zum Rentenalter schaffen. Dies ist der zentrale Befund der aktuellen Repräsentativbefragung der Beschäftigten im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit.

Arbeitskosten

Industrieunternehmen zahlten einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge im Jahr 2012 für einen Vollzeit-Arbeitnehmer durchschnittlich 58.560 Euro – ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich mehr gaben Finanzdienstleister für ihr Personal aus: durchschnittlich 78.420 Euro pro Kopf. Neben den Löhnen und Gehältern umfassen die Arbeitskosten vor allem die Beiträge zu den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungen sowie Leistungen für die betriebliche Altersvorsorge. Im Jahr 2012 mussten Industrieunternehmen dafür noch einmal 28,8 Prozent auf die Bruttolöhne drauflegen. Im laufenden Jahr werden die Unternehmen durch die gesunkenen Beitragssätze zur Rentenversicherung zwar etwas entlastet. Die Arbeitskosten werden aber dennoch steigen, schließlich haben Arbeitgeber und Gewerkschaften bereits viele Tarifabschlüsse mit Gehaltssteigerungen vereinbart. Schon 2012 legte der Jahresverdienst der Arbeitnehmer in der Industrie um 2,9 Prozent zu; nach Abzug der Inflation blieb davon knapp 1 Prozent übrig.

Übernahmen aus befristeter Beschäftigung steigen

Die Chance, aus einer befristeten in eine unbefristete Beschäftigung übernommen zu werden, ist seit dem Krisenjahr 2009 kontinuierlich gestiegen. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Zahl der Übernahmen von befristeter in unbefristete Beschäftigung stieg seit 2009 merklich an. Wurden 2009 noch 30 Prozent der zunächst befristet angestellten Arbeitnehmer anschließend in eine unbefristete Beschäftigung übernommen, lag der Anteil im Jahr 2012 bei 39 Prozent.

Repräsentativbefragung der Beschäftigten

Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente arbeiten können. Dagegen geben 47 Prozent an, dass sie es wahrscheinlich nicht bis zum Rentenalter schaffen. Dies ist der zentrale Befund der aktuellen Repräsentativbefragung der Beschäftigten im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit.

Ungenutzte Arbeitskräftepotenziale in Deutschland: Maßnahmen und Effekte

Die deutsche Bevölkerung schrumpft. Nach der aktuellen Prognose wird die Bevölkerungszahl von 81,844 Millionen Menschen (2011) bis zum Jahr 2060 auf 64,651 Millionen Menschen zurückgehen. Zudem wird die deutsche Bevölkerung immer älter. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und dem Übergang der geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) in das Rentenalter wird die Zahl der Personen ab einem Alter von 65 Jahren in den nächsten Jahrzehnten bis etwa zum Jahr 2040 zunehmen, während die Zahl der unter 20-Jährigen kontinuierlich abnimmt. Angesichts alternder Bevölkerungen und zugleich steigender Qualifikationsanforderungen in globalisierten Märkten schärft sich zunehmend die Sensibilität von Unternehmen und Politik für das Problem begehrter Arbeits- und Fachkräfte.

Betriebsbefragungen des IAB

Der Wettbewerb um gut ausgebildete Mitarbeiter stellt vor allem kleine und mittlere Betriebe vor besondere Herausforderungen. Dass ihre Handlungsoptionen bei der Personalrekrutierung noch nicht ausgeschöpft sind, zeigen die Ergebnisse aus zwei Betriebsbefragungen des IAB.

Handlungsstrategien für die berufliche Weiterbildung

Handlungsstrategien für die berufliche Weiterbildung. Um ungenutzte Potenziale zu entwickeln und damit auch den Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft abzumildern, muss sich die berufliche Weiterbildung in Zukunft insbesondere den Geringqualifizierten zuwenden. Notwendig ist der systematische Ausbau berufsbezogener Weiterbildungsmaßnahmen, die zu anerkannten Abschlüssen führen. Dies ist eine der zentralen Empfehlungen eines Gutachtens "Handlungsstrategien für die berufliche Weiterbildung", das das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn, das Soziologische Forschungsinstitut (SOFI) in Göttingen und das Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) in Nürnberg gemeinsam im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt haben.

Ausbildungsverhältnisse in NRW

Ende 2012 befanden sich in Nordrhein Westfalen insgesamt 325 998 junge Menschen in einer dualen Ausbildung. Wie Information und Technik Nordrhein Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, ist damit die Zahl der Azubis nahezu konstant geblieben. Im Vergleich zu 2011 war die Zahl der männlichen Auszubildenden mit 201 765 um 0,7 Prozent höher und die der weiblichen Auszubildenden mit 124 233 um 1,2 Prozent niedriger. Die Zahl der ausländischen Auszubildenden belief sich Ende 2012 auf 18 339 (+0,7 Prozent).

Reservisten ins Arbeitsleben zu integrieren

Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) würde gerne rund eine Million Frührentner, Hausfrauen und Hausmännern arbeiten. Oft fehle es allerdings an der nötigen Qualifikation und an Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs. Wenn es gelingen würde, Reservisten ins Arbeitsleben zu integrieren, würde Arbeitsvolumen spürbar zunehmen.

Fachkräftesicherung Nordrhein-Westfalen

Über die Landesinitiative Nordrhein-Westfalen zur Fachkräftesicherung informiert eine neue Broschüre. Die Publikation gibt einen Überblick über die Aktivitäten und stellt erfolgreiche Projekte vor, die bereits ihre Arbeit aufgenommen haben. Führende Vertreter aus Wirtschaft und Politik ziehen in Interviews eine erste Zwischenbilanz und zeigen Schwerpunkte für weiteres Handeln auf.